Die Anforderungen von Gesundheitsnetzwerken – und wie HealthShare diese Anforderungen erfüllt

Noch vor der Markteinführung von InterSystems HealthShare bestanden die meisten Informationsnetzwerke im Gesundheitswesen aus  kundenspezifisch realisierten Einmallösungen, die sich aus Basistechnologien wie Datenbank, Integrations-Engine, Application Server, Enterprise Master Patient Index (EMPI), klinischem Viewer usw. zusammensetzten, wobei die Integration der einzelnen Technologien in der Regel eine Unmenge an Entwicklungszeit verschlang.   
Am anderen Ende des Spektrums wurden im Rahmen von Gesundheitsnetzwerken Paketlösungen installiert, die  aber weder die Flexibilität und Erweiterbarkeit noch den Support für die Vielzahl von bestehenden Standards und Entwicklungsarchitekturen aufwiesen, die für den Datenaustausch in regionalen Gesundheitssystemen dringend benötigt werden.

Gesundheitsinformationssysteme auf der ganzen Welt – und dies gilt auch für die regionalen Gesundheitsnetzwerke (RHIOs) in den USA, die britische Connecting for Health-Organisation sowie nationale Ansätze beispielsweise in den Niederlanden – besitzen typischerweise das folgende Anforderungsprofil:

  • Consent-Management: Das System muss einen Rahmen für die Verwaltung von Datenfreigaben durch die Patienten zur Verfügung stellen und sicherstellen, dass diese Freigaben oder Einschränkungen auch über den gesamten Datenaustausch hinweg eingehalten werden.
  • Patientenzentrierte Sicht: Die von einer Vielzahl unterschiedlicher Quellsysteme in den verschiedensten Datenformaten extrahierten klinischen Daten müssen transformiert, gesammelt und in Form einer integrierten, patientenzentrierten Ansicht – vorzugsweise episodenzentriert -dargeboten werden.
  • Flexible Architektur: Es sollen sowohl verteilte als auch zentrierte und hybride Ansätze unterstützt werden, womit auch die große Anzahl von kleinen Institutionen und Leistungserbringern im Gesundheitswesen die Möglichkeit besitzen, effizient, effektiv und verlässlich Daten miteinander auszutauschen.
  • SOA (Serviceorientierte Architekturen) und Web-Services: Die einzelnen Systemkomponenten sollten aus lose miteinander verbundenen Services – vorzugsweise Web-Services – bestehen und bei einem Ausbau des Netzwerkes die stufenweise Integration von neuen Services ermöglichen.
  • Dynamischer bidirektionaler Datenfluss: Daten sollen sowohl aus den Systemen, die elektronische Patientendaten verwalten, extrahiert als auch in diese exportiert werden können.
  • Clinical DSS: Das System soll für die elementaren Komponenten der medizinischen Entscheidungsunterstützung wie Erinnerungen, Alarme usw. einen entsprechenden Support bereitstellen.
  • Analyse von Datenbeständen: Gesetzliche Anforderungen zur Datenerhebung müssen unterstützt werden.

HealthShare wurde konzipiert, um die Anforderungen von Informationsnetzwerken im Gesundheitswesen konsequent zu erfüllen und gleichzeitig die damit verbundenen Risiken und Kosten signifikant zu senken.
Aus Software-architektonischer Sicht ermöglicht HealthShare die Konfiguration einer "virtuellen" elektronischen Gesundheitsakte (EHR) – wobei entweder alle klinischen Daten unter der Kontrolle des Quellsystems der betreffenden Organisation verbleiben, eine zentrale Verwaltung der Patientendaten erfolgt oder eine kombinierte Lösung aus beiden Möglichkeiten umgesetzt wird.  

Funktional betrachtet stellt HealthShare eine Technologie mit allen für die EHR-Erstellung benötigten Komponenten bereit, wobei im Rahmen einer modernen, serviceorientierten Architektur (SOA) mit integrierten Dashboards, Events und Alarmen alle für den Aufbau und den Betrieb benötigten Standards unterstützt werden. Diese Technologie wird im Rahmen einer umfassenden Integrationsplattform geliefert, die bei einer Erweiterung des Netzwerkes die schnelle und individuelle Anpassung sowie die stufenweise Aufnahme von neuen Funktionen ermöglicht. Der von HealthShare bereitgestellte Technologiekomplex enthält u. a. die folgenden Komponenten:

  • Consent-Management: HealthShare stellt einen umfassenden Consent-Management-Rahmen zur Verfügung, der das systemweite Freigeben oder Sperren von Patientendaten sowie das Freigeben und Sperren einzelner Datenarten (wie z. B. Medikationen, Laborergebnisse usw.) ermöglicht.
  • Identifikation: Als Voraussetzung für die Bereitstellung einer verlässlichen, patientenzentrierten Sicht auf medizinische Daten, unterstützt HealthShare seinen eigenen Identity Manager, den Identity-Hub von Initiate und den EMPI-Ansatz von QuadraMed. Jede der drei MPI-Lösungen setzt auf Industriestandards bei Algorithmen und Prozessen und unterstützen sowohl den probabilistischen als auch deterministischen Abgleich von Patienten.
  • Datenaustausch: Die in HealthShare implementierte Funktion für den Datenaustausch ist in der Lage, bidirektionale Datenströme dynamisch zu steuern, wobei klinische Daten für die gemeinsame Nutzung extrahiert, transformiert und akkumuliert werden. Dabei wird eine Implementierung des RLS (Record Locator Service) des Connecting for Health Common Framework verwendet. Sie basiert auf HL7 v2, HL7 v3 (CDA, CCD und HITSP-spezifische Formate wie C32), Web-Services, CCR, X12 und NCPDP.
  • Terminologie: HealthShare beinhaltet ein Framework, das die Übersetzung zwischen verschiedenen, medizinischen Standard-Nomenklaturen, einschließlich SNOMED, ICD 9/10, CPT, RxNorm und LOINC unterstützt. Mit Hilfe dieses Frameworks können für den elektronischen Austausch von Gesundheitsdaten seitens der beteiligten Unternehmen, aber auch ihrer sendenden wie empfangenden IT Systeme, Mapping-Tabellen erstellt werden, die HealthShare zur Run-time nutzt, um soweit möglich, zwischen den Codiersystems zu übersetzen. HealthShares Fachwort-Service kann sowohl Übersetzungtafeln enthalten, die mit Hilfe von HealthShare entwickelt wurden, als auch solche unserer Technologiepartner Health Language und Apelon.
  • Sicherheit: HealthShare verschlüsselt alle gespeicherten Daten mit Hilfe des AES-Algorithmus und 256-Bit-Schlüsseln. Transportierte Daten werden mit Hilfe von SSL/TSL verschlüsselt, wobei sämtliche Zugriffe auf den elektronischen Master Patient Index und klinische Systeme in fälschungssicheren Log-Dateien aufgezeichnet werden und für die Anwenderauthentifikation eine Vielzahl von Mechanismen – unter anderem auch Kerberos- zur Verfügung stehen.
  • Zugriff: Aufbauend auf das HealthShare EHR-Framework kann jede IHE- oder HITSP-konforme, klinische Applikation auf die seitens des HIE-Netzwerks bereitgestellten Daten und Services zugreifen. HealthShare beinhaltet als Teil der Plattform derweil ein vollständig integriertes, fortschrittliches, Browser-basiertes Portal für Kliniker, das insbesondere dann hilfreich ist, wenn Bestandsapplikationen innerhalb des Netzwerks die Integration mittels IHE- oder HITSP-Profilen noch nicht unterstützen.

Die Erstellung einer Software-Infrastruktur für regionale und nationale Gesundheitsnetzwerke war bis heute kompliziert und zeitraubend. InterSystems HealthShare ist die bewährte und innovative Lösung für die zügige Umsetzung von Behandlungsverbünden im Gesundheitswesen.